Projekt Erntehelfer

Shoba ST

Deutschland sucht Erntehelfer

Aufgrund der Corona krise fehlen in Deutschland 300.000 Erntehelfer auf den Bauernhöfen. Sie sind in Kurzarbeit, Arbeitslos oder Student? Sie möchten etwas dazuverdienen?

Dann bewerben sie sich als Ernetehelfer!
Sie helfen nicht nur sich sondern auch ihrem Heimatland!

FAQ zum Erntehelferprojekt(Deutsch)

Ich bin Selbständige, darf ich als Erntehelfer arbeiten?

Selbständige, die ihre Tätigkeit vorübergehend nicht oder nicht in dem bisherigen Umfang ausüben können (z. B. Gastronomen), können als kurzfristige Minijobber und damit sozialversicherungsfrei beschäftigt werden. Die Tätigkeit in landwirtschaftlichen Betrieben ist dann nicht berufsmäßig und damit ein kurzfristiger Minijob.

Ich beziehe Kurzarbeitergeld, darf ich als Erntehelfer arbeiten?

Bezieher von Kurzarbeitergeld, die eigentlich eine überwiegende hauptberufliche Beschäftigung haben, in der sie derzeit ganz oder teilweise freigestellt sind, können als kurzfristige Minijobber und damit sozialversicherungsfrei beschäftigt werden. Die Nebentätigkeit in landwirtschaftlichen Betrieben ist dann nicht berufsmäßig und ein kurzfristiger Minijob.

ich bin Flüchtlinge oder Geduldet darf ich als Erntehelfer arbeiten?

Landwirtschaftliche Arbeitgeber von Saisonmitarbeitern aus dem Kreis der geflüchteten Menschen lassen sich auf jeden Fall immer den Pass und die zugehörige Zusatzbescheinigung zeigen und, wenn es zur Einstellung kommt, kopieren diese. Ist eine Beschäftigung oder Arbeit bislang untersagt (Duldung, Gestattung u. a.) ist bei der Ausländerbehörde eine Einzel- oder Sammelerlaubnis einzuholen. Kommt es zur Einstellung, sollte, wie immer bei Neueinstellungen von Mitarbeitern, auf der jeweiligen Grundlage des Beschäftigungsverhältnisses, ein Arbeitsvertrag gemacht werden:

Für geflüchtete Menschen ist eine Arbeitsaufnahme immer sozialversicherungspflichtig.

Für die geflüchteten Menschen gilt, wie für alle anderen Leistungsempfänger (AsylbLG, SGB II (also Hartz IV, Sozialhilfe oder AlG 2 genannt), SGB III (AlG 1 genannt) dürfen max. 450 € sozialversicherungsfrei dazuverdienen mit den jeweiligen Freibeträgen

Was kann ich tun, um zu helfen?

Viele Betriebe suchen derzeit dringend nach helfenden Händen in vielen Bereichen, ob in der Spargelernte oder im Aussetzen von Jungpflanzen. Das gilt für konventionell wirtschaftende Betriebe ebenso wie für Betriebe des Ökolandbaus. Und viele Menschen, die normalerweise nicht in der Landwirtschaft arbeiten, suchen momentan nach Beschäftigung. Vielleicht kannst auch du gerade nicht deiner regulären Arbeit nachgehen oder deine Vorlesungen sind ausgefallen? Dann kommt dir die Mithilfe in einem landwirtschaftlichen Betrieb vielleicht gerade recht.

Kann ich überhaupt Erntehelfer werden?

Die meisten von uns haben keine Erfahrungen in der praktischen Landwirtschaft und fragen sich, ob sie überhaupt einen sinnvollen Beitrag leisten können. Die Antwort ist: Ja! Laut Bundeslandwirtschaftsministerium fehlen momentan 300.000 Arbeitskräfte in der Landwirtschaft und nicht jede Aufgabe erfordert Vorkenntnisse. Es werden Helfer für ganz unterschiedliche Tätigkeiten gesucht, ein Betrieb braucht Hilfe bei der Versorgung von Kälbern, woanders müssen Zuckerrüben gehackt oder Spreewald-Gurken gerettet werden.

Wo kann ich mich anmelden?

Es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Initiativen, die Erntehelfer und andere Hilfskräfte an landwirtschaftliche Betriebe vermitteln oder einen guten Überblick über die Stellengesuche vermitteln. Hier eine Übersicht

 

www.daslandhilft.de

www.agrafjobboerse.de

www.saisonarbeit-in-deutschland.de

www.land-arbeit.com

www.meine-landwirtschaft.de

www.baywa.de

www.karrero.com

Warum ist die deutsche Landwirtschaft in Not?

In Deutschland gibt es noch rund 270.000 landwirtschaftliche Betriebe, ein Großteil davon ist in kleinen Strukturen oder familiär organisiert. Gerade diese Familienbetriebe sind in Spitzenzeiten wie zur Ernte oder beim Pflanzen auf Unterstützung angewiesen. Diese Hilfe bleibt nun aus, denn die meisten Erntehelfer-innen sind in ihren Regionen in Deutschland und im europäischen Ausland geblieben. Sie können so nicht mehr auf die Höfe zum Arbeiten kommen. Die Folge: Es fehlt Hilfe beim Pflanzen von Jungpflanzen oder bei der Ernte, zum Beispiel von Spargel. Zudem drohen Gemüse und Obst auf den Feldern zu verbleiben und damit zu verrotten. Eine paradoxe Situation: Auf der einen Seite sind heimische Lebensmittel gefragt wie schon lange nicht mehr, auf der anderen Seite drohen sie zu verderben. Damit es nicht dazu kommt, brauchen Landwirt-innen Unterstützung.